- Wer bist Du, wo kommst Du her und was verbindet Dich mit dem Tennis-Sport?
- Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Warum betreibst Du diesen nicht unerheblichen Aufwand?
- Ich habe gesehen, dass Du auf Deinem Sandplatz Tennis Blog ein eBook verkaufst. Was hat es damit auf sich?
- Welche Art von Inhalten veröffentlichst Du auf Deinem Blog bzw. auf Instagram und an welche Zielgruppe richten sich diese?
- Vielen Dank für den coolen Einblick, lieber Ronny!
Ich habe mit Ronny Schneider gesprochen, der mit seinem Blog sandplatz-tennis.de und auf Instagram (@sandplatztennis) hunderttausende Tennisspieler pro Jahr erreicht. Zwar hat Ronny erst 2010 zum Tennis gefunden, ist jetzt aber durchaus ein kleiner „Influencer“ geworden. Daher freue ich mich, dass wir ins Gespräch gekommen sind!
Hallo Ronny, herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Am besten Du stellst Dich einmal kurz für die Leser vor, welche Dich bisher noch nicht kennen.
Wer bist Du, wo kommst Du her und was verbindet Dich mit dem Tennis-Sport?
Moin Timm! Vielen Dank für die Möglichkeit zu diesem Interview. Zu meiner Person: Ich heiße Ronny Schneider, bin 41 Jahre jung und wohne in der Landeshauptstadt Niedersachsen, in Hannover. Als ich im Jahr 2010 das erste Mal einen Tennisschläger in der Hand hielt, war es um mich geschehen. Ich habe mich in den Tennis-Sport regelrecht verliebt.
Mein erster Verein war der WRB Bückeburg mit seiner großartigen Anlage im Schlosspark, ganz in der Nähe zur Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Über den ESV Minden, den VSV Silixen und den SV Gehrden bin ich schließlich beim VfB Wülfel-Hannover gelandet. Wo wir die Sommersaison 2025 mit den Herren 40 als Tabellenzweiter der Bezirksliga beendet haben und uns Hoffnungen auf einen Aufstieg in die Verbandsklasse für 2026 machen.
Mittlerweile bin ich jedoch mehr als nur ein leidenschaftlicher Tennisspieler und Breitensportler. Ich würde mich selbst als „Tennis-Influencer“ bezeichnen. Einige nennen mich sogar einen Tennis-Botschafter, denn ich erreiche täglich tausende tennisbegeisterte Menschen mit meinem Sandplatz Tennis Blog und den dazugehörigen Social Media Plattformen, wo ich den Lesern den tollsten Sport der Welt und seine vielen Facetten näherbringen möchte.
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Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Warum betreibst Du diesen nicht unerheblichen Aufwand?
Eine sehr gute Frage! Tatsächlich bin ich schon seit meiner Schulzeit der „nerdige“ Typ, der sich mit Webseitenprogrammierung und Suchmaschinenoptimierung bzw. Marketing von Webseiten beschäftigt hat. Über dieses Hobby habe ich im Verlaufe der Jahre eine Reihe von Blogprojekten betreut und auch selbst betrieben. Mit denen ich teilweise nebenbei Geld verdient habe.
Ja, nebenbei. Einen Beruf habe ich nämlich auch noch. Um mir mehr Möglichkeiten offen zu halten, wollte ich mein Portfolio dann mit einem Tennis-Blog erweitern. Aber es entwickelte sich anders als ich vermutet hatte.
Der Sandplatz Tennis Blog ging erstmals im Jahr 2021 an den Start. Nach knapp einem Jahr gingen meine Texte jedoch durch die Decke und zogen sehr viele Besucher an. Was gerade in den ersten Jahren einer Webseite nicht immer zwangsläufig der Fall ist. Insbesondere weil ich verhältnismäßig wenig Arbeit in den Blog investierte.
Also überlegte ich mir, wie es sich wohl entwickeln könnte, wenn ich meine beiden großen Leidenschaften – professionelles Bloggen & Tennis spielen – verbinden würde, mehr Arbeit und Zeit in das Projekt stecke. Ein Jahr später bin ich dann in den sozialen Medien unter dem Pseudonym @sandplatztennis eingestiegen. Insbesondere auf dem Sandplatz-Tennis Instagram-Profil.
Im Vordergrund stand aber nie wirklich die Reichweite, Monetarisierung oder der Verkauf von Dienstleistungen / Produkten. Ursprünglich wollte ich meinen Lesern / Followern den Einstieg in einen sehr komplexen Sport erleichtern. Meine Erfahrungen auf dem Tennisplatz einfließen lassen und zeigen, welche Erfolge ein Spieler erzielen kann. Schließlich ist nicht jeder mit dem Talent von Kyrgios gesegnet. Ich übrigens auch nicht. Aber ich habe mir immer wieder Ziele gesteckt und groß geträumt und hart für die Verwirklichung gearbeitet.
Auf dem Platz war ich stets der Erste und der Letzte. Der noch irgendwas üben wollte. Eine einstellige Leistungsklasse oder eine eventuelle Teilnahme in der Verbandsklasse, hätte ich mir vor 10 Jahren nicht einmal in den kühnsten Träumen vorstellen können. Tja, aber ich bin hier, habe mich verbessert. Und das kann jeder Breitensportler, wenn er hart dafür arbeitet und an sich glaubt.
Ich habe gesehen, dass Du auf Deinem Sandplatz Tennis Blog ein eBook verkaufst. Was hat es damit auf sich?
Ja, das stimmt. Ich verkaufe im Blog die „Tennis Bibel des Amateursports“ mit über 750 Seiten. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann sich dazu gern hier informieren: Tennis Taktik Buch (eBook). Aber meine Aktivitäten im Blog waren zu keiner Zeit ausschließlich auf den Verkauf eines eBooks ausgerichtet. Dieses ist erst im Verlaufe der Zeit entstanden. Ich überlegte, wie ich meinen Blog aufwerten und weitere, coole Inhalte anbieten kann. Da kam mir die Idee eines Buchs.
Anfangs wollte ich die Lesern nur in meine ganz persönliche Welt mitnehmen und meine Erfahrungen auf dem Tennisplatz zeigen. Zu dieser Zeit war das eBook „nur“ knapp 100 Seiten lang und trug noch den Namen „Ich glaube ich werd‘ kein Tennis Profi mehr!“ Doch mit jedem Artikel im Blog, den Posts in den sozialen Medien und dem Feedback, welches ich erhalten habe, merkte ich, dass viele Tennisspieler von Tennis Taktiken kaum etwas gehört hatten.
Im Rahmen meines eigenen Trainings ist das Thema in vielen Vereinen ebenfalls viel zu kurz gekommen. Ich beschloss also meine Leser aufzuklären, wertvolle Tipps & Tricks zu liefern, welche ich mir selbst mühsam erarbeitet habe. Indem ich Tennis Bücher studierte, YouTube Videos schaute und in vielerlei Hinsicht auf dem Court „einfach mal probierte“.
Mit den Jahren habe ich das eBook dann in die Tennis Bibel des Amateursports umbenannt. Denn mit Auflage 6 waren viele hunderte Seiten dazu gekommen und etliche taktische Elemente Thema im Buch. Mit Auflage 12 habe ich dann im Jahr 2025 einen vollumfänglichen Ratgeber für den Breitensportler geschaffen, der Tennis-Anfängern und fortgeschrittenen Spielern gleichermaßen dabei hilft, das nächste Level zu erreichen.
In den über 750 Seiten finden sich praxisnahe Verbesserungsvorschläge für das Training, Trainingsübungen, Taktiken & Strategien sowie etliche Spielzüge, mit denen der Leser diversen Gegnertypen besser begegnen kann.
Welche Art von Inhalten veröffentlichst Du auf Deinem Blog bzw. auf Instagram und an welche Zielgruppe richten sich diese?
In erster Linie richten sich viele meiner Blog-Artikel und Instagram Posts an ambitionierte Breitensportler. Wenn ich eine LK-Range benennen müsste, würde ich wohl sagen bis etwa knappe einstellige Leistungsklasse, weil das auch meinem eigenen Leistungs-Niveau entspricht. Wobei mir eine grundsätzliche Kategorisierung sehr schwer fällt.
Ich habe viele Beiträge geschrieben, die über technische Umsetzungen oder taktische Spielzüge hinaus gehen. Allgemeine Themen wie das Leistungsklassen-System in Deutschland.
Oder vor einigen Wochen Artikel über:
- den modernen Tennistrainer
- Verletzungs-Prävention im Tennis
- Mental-Training im Tennis
- Vorstellung & Tests von Zubehör
Ansonsten möchte ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass ich im Jahr 2024 drei sehr große Guides ins Leben gerufen habe. Zwei davon beschäftigen sich mit dem Equipment, konkret dem Tennisschläger Kaufen. Meiner Erfahrung nach beschäftigen sich die Spieler nämlich zu wenig mit dem Thema. Das Resultat sind fehlende Qualität in den Schlägen bis hin zu dauerhaften Hand- oder Armproblemen. Darum habe ich beschrieben, warum sich ein Tennisschläger Vergleich lohnt, worauf zu achten ist und wie der Spieler sein passendes Setting finden kann.
Darüber hinaus bin ich in einem zweiten Guide besonders auf Anfänger Tennisschläger eingegangen. Denn der Schläger bei einem Anfänger unterscheidet sich teilweise gravierend von einem Spieler, der seit 10 Jahren spielt. Wenn ich dann einige der Empfehlungen im Internet sehe, stellen sich mir echt die Nackenhaare zu Berge. Und diese stammen teilweise von großen Shops in den sozialen Medien. Im Blog wollte ich darüber sensibilisieren und zeigen, dass Anfänger anderes Equipment brauchen.
Beide genannten Guides haben mich dann auch zum Thema des dritten Guides geführt: ein großer Tennis Saiten Ratgeber. Neben den vielen Infos der beiden Tennisschläger Beiträge haben mich auch in meinem Umfeld Spieler angesprochen und um Hilfe bei der Besaitung gebeten. Teilweise schon etwas hilflos. Da kam mir die Idee im Blog einen Ratgeber zu erschaffen, wo es Bewertungen und wertvolle Tipps gibt. Mittlerweile umfasst dieser Ratgeber etliche Produkte und Bewertungen, nicht nur aus meiner Feder. Die Community kann über ein Formular Bewertungen einreichen und genau davon lebt das Projekt: Objektivität und ehrliche Meinungen von Tennisspielern für Tennisspieler.
Vielen Dank für den coolen Einblick, lieber Ronny!
Vielleicht sehen wir uns ja mal auf dem Platz 🙂
Über den Autor

Ich spiele Tennis seit ich 6 Jahre alt bin, habe über 12 Jahre Erfahrung als Tennistrainer und stehe aktuell auf Platz 288 der DTB-Rangliste der Herren.
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